Wer, Wie, Was, Wo, Warum?? – Die Nixe fragt Luzia Pfyl (Interview)

Die Nixe fragt Luzia Pfyl

Hallo meine lieben Bücherfreunde! 🙂

Ich habe heute wieder ein spannendes Interview für euch. Im Rahmen der Aktion „Bookflix“ (ein Event, das sich mit Buchserien beschäftigt), durfte ich Luzia Pfyl interviewen. Sie wird voraussichtlich im August ihr neustes Buch (Band 1) „Das Ministerium der Welten“ veröffentlichen. Informationen zum Buch findet ihr ganz unten.

Zunächst habe ich Luzia ein paar allgemeine Fragen gestellt und dann natürlich gaaaaanz viel zu ihrem neuen Buch ausgequetscht. 😉

Was war Dein tollstes „buchiges“ Erlebnis? Erzähl mal. 😉
Oh, da gibt es ganz viele. Zum ersten Mal ein Buch mit meinem Namen drauf in den Händen halten (ich habe gequietscht), die Buchmessen, die jedes Mal ein absolutes Highlight für mich sind, das Treffen von Lesern und Fans (ich liebe euch alle, ihr seid großartig!). Aber eines der tollsten Erlebnisse war sicherlich die Lesung von Federica de Cesco in Zürich. Sie war meine absolute Lieblingsautorin, als ich ein Kind war, und ihr dann als Erwachsene eine Stunde gegenüber zu sitzen und zuhören zu können war einfach wunderschön.

Hast Du ein Vorbild? Wenn ja, wer und warum?
Vorbilder nur im weitesten Sinn des Wortes. Ich habe Menschen, die ich sehr bewundere für das, was sie geleistet haben. Pioniere wie Marie Curie und Cecilia Payne zum Beispiel, Visionäre und Wagemutige wie Elon Musk und Arnold Schwarzenegger. Aber auch meine Kollegen in der Buchbranche, Autoren, Lektoren und Verleger, sie alle leisten Großartiges und von allen kann ich noch etwas lernen.

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Was war für Dich die größte Herausforderung beim Ministerium der Welten?
Ursprünglich war das Ministerium ein Roman mit dem Titel „All Souls Inc.“, den ich allerdings vor ein paar Jahren so gründlich an die Wand gefahren habe, dass er lange in der tiefsten Schublade geschlummert hat. Die größte Herausforderung war also, herauszufinden, was damals schief gelaufen ist. Lag es am Plot, am Setting oder den Figuren? Oder an was ganz anderem?
Am Ende war es von allem etwas, wobei das Setting und die Figuren den größten Teil ausmachten. Ich habe also erstmal gründlich recherchiert, Weltenbau betrieben und einige der Figuren komplett neu konzipiert. Plötzlich machte es dann Klick und die Serie stand praktisch über Nacht.

Wow, das klingt echt nach einer Menge Arbeit… Was ist eigentlich das Ministerium?
Ich versuche, nicht zu spoilern. 😉 Das Ministerium ist eine weltweite Organisation, die im 16. Jahrhundert von Königin Elizabeth I. gegründet worden ist, um der Invasion der Geister und der Bedrohung durch die Risse zwischen den Welten Herr zu werden. Der Hauptsitz befindet sich in London und zwar im Tower selbst (was die wohl coolste Location überhaupt ist).
Am ehesten zu vergleichen ist das Ministerium vermutlich mit Scotland Yard. Es gibt eine Geschäftsleitung, verschiedene Abteilungen, ein Archiv und eine Sondereinheit.

Beschreibe die Personen Detective Melody Hampton, River Fields und Norrick Lynch in je 3 Worten.
Melody ist ehrgeizig, scharfzüngig und hat einen starken Gerechtigkeitssinn.
River ist clever, arrogant und hat einen tiefschwarzen Humor.
Und Norrick ist der Clown, wissbegierig und empathisch.

Das klingt nach einer tollen Mischung. Die „Waffen und Geisterfallen“ wurden ja bereits von Sarah von Trimagie vorgestellt. Wie bist Du auf diese Ideen gekommen?
Ich liebe die Ghostbusters. Vermutlich sagt das schon alles. 😀 Geisterjäger brauchen entsprechende Ausrüstung. Aber ich wollte natürlich nicht, dass die Waffen und Fallen zu ähnlich sind, also habe ich in meiner Steampunk Ideenkiste gewühlt. Obwohl das Ministerium der Welten kein reiner Steampunk ist, sondern eher in Richtung alternativhistorische Urban Fantasy geht, mussten ein paar Elemente „meines“ Genres dann doch rein.
Wenn ihr nach Steampunk Waffen googelt, könnt ihr euch ein ungefähres Bild machen, wie Rivers und Norricks Plasmarevolver aussehen. Die Geisterfallen selbst wurden tatsächlich sehr von den Ghostbuster Filmen inspiriert.

Glaubst Du eigentlich an Übernatürliches?
Ja. Ich habe in meinem bisherigen Leben mehrere Male Dinge erlebt, die ich mir wissenschaftlich und rational nicht erklären kann. Das erste Mal als Kleinkind, was meiner Mutter mehr als einen Schrecken eingejagt hatte. Das bisher letzte „Ereignis“ geschah vor einigen Jahren, als ich zum ersten Mal in London war. Die einzig logische Schlussfolgerung für mich ist, dass da noch etwas außerhalb unserer normalen Wahrnehmung sein muss.

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Welches ist Dein liebster Schauplatz im Buch? (Beschreibe ihn bitte kurz.)
In Band 1 befinden wir uns in London an verschiedenen Schauplätzen. Ich glaube, von denen mag ich den Tower, das Hauptquartier des Ministeriums, am liebsten. Der Tower war ja ursprünglich eine Burg und Sitz der englischen Könige. Bei Bauarbeiten zu Zeiten von Henry VIII. wurde dort der Riss entdeckt, worauf das gesamte Gelände zum Sperrgebiet wurde. Ein paar Jahrzehnte später zog dann das Ministerium ein. Vor allem während Königin Victorias Herrschaft wurden viele Gebäude um- und ausgebaut und die Kellergewölbe erweitert, weswegen heute stellenweise Stahl dominiert und nicht mehr Stein.
Ich freue mich sehr auf die Schauplätze der weiteren Bände, vor allem auf die Nordsee, auf Alexandria und Tokyo.

In welcher Buchwelt würdest Du am liebsten leben und warum?
Die meisten meiner Bücher spielen in ja in einem alternativen viktorianischen Zeitalter. Die Welt von „Frost & Payne“ ist mir allerdings zu dreckig. Zu viel Kohlestaub, Asche und Smog!
Die Welt des Ministeriums würde mir zwar sehr gefallen, aber ich mag mich nicht mit Geistern und Monstern herumschlagen.
Dann lieber die Welt eines Romans, den ich seit einiger Zeit schreibe. Das Setting ist angelehnt an Spanien und Italien im 17. Jahrhundert – denkt euch Flinten, Degen, Musketiere, Barock, Piraten und opulente Kleider – und es gibt Magie! Ich könnte dort Schwarzmagier, Kopfgeldjäger, Hexe oder Prinzessin sein. Außerdem ist das Wetter um einiges angenehmer als im verregneten Großbritannien. 😉
Abgesehen von meinen eigenen Büchern: Ich liebe die Settings von Genevieve Cogmans „Die unsichtbare Bibliothek“ und deren Folgebände. Ich glaube, dort würde ich auch gerne leben. Als Bibliothekarin natürlich.

Cool, das zuletzt genannte Buch hab ich auf meiner Wunschliste. 😀 Aber dein Projekt mit der Magie… da bin ich ja schon sehr neugierig drauf! 😀 😉
Nun zur letzten Frage…Wenn Dein Leben einen Filmtitel hätte, wie würde er lauten?
„The Procrastinator“ 😀

Vielen lieben Dank für deine Zeit und deine Offenheit für mein Interview. ❤

Worum geht’s eigentlich beim „Ministerium der Welten“?
Die Welt wird von Geistern und Monstern überrannt. Es gibt nur eine Organisation, die sich ihnen entgegenstellt: das Ministerium der Welten.

London, 1925: Die junge Detective Melody Hampton wird zu einem Tatort gerufen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn da nicht die äußerst merkwürdige Leiche wäre. Für Melody, die noch nie mit Geistern zu tun hatte, ist klar: Der Fall gehört in die Hände des Ministeriums. Ihr werden River Fields und Norrick Lynch zur Seite gestellt, die beiden besten Jäger des Ministeriums. Gemeinsam versuchen sie, dem unmenschlichen Mörder auf die Spur zu kommen, bevor er außer Kontrolle gerät.
Doch Melody muss bald erkennen, dass das Ministerium mit ganz eigenen Regeln spielt.

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