NixenStories: Meine Zeit mit Weber B Fraktur (Teil 4)

NixenStories

Hallo meine Lieben! 🙂

Lange lange ist es her, dass ich diese Beitragsreihe begonnen habe. Und nun möchte ich endlich mal wieder weiter schreiben. Denn ich sehe, dass hier doch sehr viele vorbeischauen und meine Berichte über die Zeit mit meiner Weber B Fraktur lesen. Ich hoffe, ich kann euch damit ein wenig weiterhelfen. 🙂

Geendet hatte ich das letzte Mal mit meiner Informationsphase nach dem KH-Aufenthalt. Nun gut, dann lag ich nun zu Hause… durfte 6 Wochen lang meinen Fuß nicht belasten. Als Leistungssportler eine wahre Qual. So unausgelastet war ich noch nie!

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Ruhezeit (6 Wochen):
Klar kann man nun sagen, nutz doch die Freizeit, freu dich, dass du mal Serien und Filme gucken kannst, Bücher lesen kannst so viel du willst, und und und. Und ja das alles hab ich auch sehr ausgiebig gemacht! Natürlich hätte ich zu der Zeit auch mehr an meiner Abschlussarbeit schreiben können… doch wir alle wissen, in der Situation selbst, geht es einem nicht gut und man hat keine Lust auf ernsthafte Arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Genesung. Also macht einfach alles, was euch seelisch gut tut!
Bei mir hieß das… sehr viel Gilmore Girls und Dance Academy gucken. 🙂 Der Weihnachtsbaum auf dem Bild stand übrigens noch, weil mein Unfall Ende Januar war und mal eben so abbauen konnte ich den dann ja nicht selbst. 😉 😛

Alltagstipp:
Beim Duschen hilft eine Badematte! Ich hatte zu der Zeit nur die Möglichkeit in einer Badewanne zu Duschen. Das war sogar von Vorteil, da ich so wenigstens nicht hinfallen konnte. Rein und raus hieven (mit Stiefel) konnte ich mich allein – zur Sicherheit war aber immer jemand in der Nähe um mir ggf. zu helfen. Außerdem half so eine Badematte mit Noppen für in die Badewanne, sodass ich nicht ausrutschen konnte. 🙂

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Ich hatte auch das Glück, dass meine Familie und mein Freund sehr viel für mich da waren. Ich war regelmäßig mit den Krücken draußen spazieren, um überhaupt mal aus der Wohnung heraus zu kommen. Egal wie das Wetter war. Auch bei Regen hab ich jede Minute draußen mit meinen Hörbüchern genossen.
Alleine kam ich jedoch nie rauf und runter, da wir eine Art Wendeltreppe im Haus haben, musste ich mich jede Stufe einzeln rauf oder runter dippen mit den Armen – was war ich froh, als DAS vorbei war! 😀 😉

Die Stellschrauben-OP:
Naja. Als 6 lange Wochen vorbei waren ging es Mitte März auch endlich zur Stellschrauben-OP. Oh man, ich hatte echt Angst davor! Es ist nur eine kleine OP, die ambulant durchgeführt wurde. Aber grade deshalb hatte ich Angst.
Im Nachhinein war es in etwa so wie die Ärzte es vorher auch erklärt hatten. Eine kurze Sachen von 10 Minuten – für mich persönlich aber eine Nerventortur!
Es begann mit einer lokalen Betäubung am Fuß. Dabei wurde das Betäubungsmittel mitten in das Gelenk gespritzt. Laut Arzt sollte da ein unangenehmer Druck entstehen. Der meldete sich auch bald. Dazu kam – leider – noch ein schmerzhaftes Brennen, wie Feuer oder viele viele Ameisenbisse… Das war echt Mist, ging aber zum Glück schnell vorbei. Danach hab ich nichts mehr gespürt. Mein Arzt hat mir alles erklärt, was er grade macht, das fand ich sehr beruhigend. Da man den Knochen nicht betäuben kann, hab ich das Herausdrehen der Schraube natürlich gemerkt. Es war allerdings nicht schmerzhaft! 🙂 Nur etwas merkwürdig. Ich habe mich ein wenig wie Pinocchio gefühlt, der grade von seinem Meister Gepetto repariert wird und etwas abgeschraubt bekommt.
Die Schraube war nach wenigen Minuten draußen und dann wurde die Stelle auch schon schnell zugenäht. Puh, ich war so erleichtert! Ich habe mich die ganze Zeit zusammengerissen, aber dann als die Schraube raus war kamen mir tatsächlich ein paar Tränchen der Erleichterung… 😀
Für mich war das ganze nervlich wahnsinnig anstrengend – ich bin aber auch einfach ein kleiner Angsthase und hab schon Angst vor Nadeln, von daher war die ganze KH-Geschichte für mich sehr anstrengend. Ich persönlich bin sehr daran gewachsen. Und ich glaube es ist eine sehr individuelle Sache, wie leicht oder schwer man die Verletzung sowie alles Drumherum nimmt. Also ich glaube fest daran, dass es für die meisten Menschen da Draußen nicht so anstrengend sein wird, wie es für mich war. 🙂

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Direkt danach konnte ich das KH auch schon wieder verlassen. Als der Arzt mich noch auf dem Gang mit meinen Krücken sah sagte er noch „Nun laufen Sie doch endlich!“. 😀
Naja. Ganz so schnell ging es dann nicht… aber das „Laufen lernen“ kommt dann im nächsten Kapitel. 🙂
Ich habe mich an dem Tag noch mit einem Buch belohnt. Was ihr oben auf dem Bild schön sehen könnt. Daneben die Stellschraube, der dieses Kapitel gewidmet ist. Sieht aus wie aus Papas Werkzeugkasten… 😉

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Und abschließend für dieses Kapitel noch ein Bild von meinem Fuß – die Narbenverheilungsfotos wollte ich euch größtenteils ersparen, doch dieses hier sieht ganz annehmbar aus, denke ich. Außerdem zeigt dieses Bild auch, wie klein der Eingriff der Stellschrauben-OP tatsächlich war. Es wurde einfach 1cm der bereits verheilten Narbe geöffnet und wieder verschlossen. Achja, das rote ist nur Isolierband, da das Pflaster nicht halten wollte. 😉

Sooo… demnächst geht es dann weiter mit dem „Laufen lernen“. 🙂
Für mich ist die Weber-B-Fraktur übrigens auch jetzt noch nicht abgeschlossen! Denn ich möchte das Metall aus dem Fuß raus haben. D. h. ich habe noch eine OP vor mir wo mir die Platte und die 6 Schrauben entfernt werden. *seufz*

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3 Gedanken zu “NixenStories: Meine Zeit mit Weber B Fraktur (Teil 4)

  1. Hallo!

    Ich habe seeeehr Ähnliches durch und mir vor 4 Tagen die Platte und die Schrauben entfernen lassen. An sich ist vor einem Jahr und auch jetzt alles bestens verlaufen – so man das angesichts der Gesamtsituation sagen kann. Allerdings möchte ich jedem mitgeben: ganz so schnell, wie die (zumindest meine) Ärzte im Klinikum sagen, geht es mit Krücken weg und los laufen nicht. Nach der 6-wöchigen Phase mit dem Vacoped wird wöchentlich unter Anleitung des Physiotherapeuten stufenweise aufbelastet, bis man die Kücken peu a peu weglassen kann. Ich kann jedem nur raten, alles brav nach Anweisung zu machen und geduldig zu sein, auch wenn’s schwer fällt. So konnte ich ein paar Monate später wieder alles machen – Joggen, Hüpfen, Tanzen… ohne jegliche Beschwerden.
    Nun habe ich mir das Metall wieder entfernen lassen und musste erneut die Erfahrung machen, dass eben nicht geht, was die Ärzte im Klinikum mir prophezeiht hatten: ab dem Tag der OP wieder voll belasten. Vom Knochen her ginge das wohl, aber nicht von der Narbe her. Ich kann zwar inzwischen wieder ohne Schmerzen stehen und kleine Schritte machen, aber wenn mir die Ärzte das im Vorfeld gesagt hätten, dann hätte ich mir die ersten Tage nicht so nen Kopf gemacht, dass da was schief gelaufen ist. Im Nachgang auf meine Nachfrage hieß es dann: „das ist ganz normal, ist ja die gleiche Narbe wie bei der OP vor einem Jahr… hochlegen und kühlen dann wird das schon.“ Ach ja – auch um die Trombosespritzen kommt man die ersten Tage nach dem „Ausbau“ nicht rum 😉

    Allen, die diesen Artikel und die Beiträge dazu lesen: schnelle, gute Genesung – das wird schon alles wieder gut, aber habt Geduld! 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Susanne! 🙂
      Danke, dass du deine Erfahrung mit mir und anderen Lesern teilst. ☺
      Ich habe den Ausbau noch vor mir und bin da schon ein wenig nervös…
      Anders als bei dir ging das mit dem laufen lernen doch relativ schnell. Vielleicht ist da auch ein Altersunterschied im Spiel? Ich weiß es nicht. Ich habe jedenfalls etwa 5 Tage nach der Stellschrauben OP angefangen mich zu trauen langsam zu belasten schon ohne Vacoped – natürlich noch mit Krücken. Aber der Stiefel nervte, weil er höher als mein normales Schuhwerk war. 7 Tage nach der OP hab ich bereits die erste Krücke zur Seite gelegt und am 8. Tag nach der ÖL auch schon die zweite Krücke. Zum Großteil aber auch, weil ich so frustriert war davon, die Wendeltreppe zu meiner Wohnung im Sitzen rückwärts hoch zu klettern.🙈😂
      Ich war in der Zeit auch fleißig bei der Physio und habe da verschiedene Übungen bekommen und laufen und springen nach und nach wieder gelernt. Auch die Ausdauer was den Fuß angeht musste echt erst wieder besser werden…
      Darüber werde ich auch noch einen Beitrag schreiben, sobald ich die Zeit finde. 😊

      Grundsätzlich glaub ich, dass es einfach eine sehr individuelle Sache ist wie schnell etwas heilt oder auch die Muskulatur bereit ist wieder zu arbeiten. Und ich kann da auch nur deine Aussage unterstützen „brav auf die Anweisungen zu hören“. 😊
      Ich wäre auch nicht so früh wieder „losgelaufen“, wenn man mir das nicht so gesagt hätte. 😉

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