Buchparty zur LBM: Wer, wie, was, wo, warum? – Die Nixe fragt Tanja Hammer

 

Die Nixe fragt Tanja Hammer

Hallo meine lieben Bücherfreunde! 🙂

Weiter geht’s mit der Buchparty zur LBM! Und auch heute habe ich wieder ein Autoreninterview für euch! Diesmal mit der wundervollen Tanja Hammer, die ich grade im Rahmen dieser Veranstaltung kennenlernen durfte. 🙂

Was war Dein tollstes „buchiges“ Erlebnis? Erzähl mal. 😉
Ich fürchte, hier kann ich mich nicht auf eines beschränken. 😉 Zum Beispiel muss ich gerade an das erste Mal denken, als ich eine E-Mail von einem wildfremden Menschen bekommen habe, der mir schrieb, wie sehr ihm mein Buch gefallen hat. Das war schon ziemlich toll. Ich weiß noch, dass ich im ersten Augenblick dachte, es hätte sich bloß mal wieder Spam ins Postfach geschlichen. Aber beim zweiten Hingucken war ich dann ziemlich überrascht und habe mich umso mehr gefreut.

Noch dazu durfte ich in letzter Zeit viele super liebe Menschen kennenlernen – seien es nun Leser oder Autorenkollegen -, die mir ohne die Schreiberei wahrscheinlich niemals über den Weg gelaufen wären. Missen möchte ich keinen einzigen mehr davon. Ihr seid mir allesamt echt ans Herz gewachsen. Ja, ihr da. Ihr dürft ich ruhig angesprochen fühlen. 🙂16387308_1248875828529555_4284637214759329808_n

Mein bisher tollstes Erlebnis ist allerdings eines, das wohl bei jedem Autor ganz oben in der Rangliste steht. Denn ich durfte Anfang des Jahres meinen ersten Verlagsvertrag für eine Kurzgeschichte in der Anthologie „The U-Files Die Einhorn Akten“ unterschreiben, die im April beim Talawah Verlag erscheint. Ein bisschen fühlt sich das Ganze immer noch an wie ein Traum, und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf das fertige Buch und die Geschichten meiner lieben Kollegen.

Erzähl uns was zu Deinen ersten Schreibversuchen.
Oje, das ging schon recht früh los. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie alt ich damals war. Wahrscheinlich irgendwas zwischen 12 und 14. Jedenfalls fingen meine ersten Schreibversuche damit an, dass ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, aus Filmen, die ich ganz besonders mochte, Bücher für mich zu machen. Ich wollte die nicht nur sehen, sondern auch lesen können. Also habe ich den Ton der Filme mit einem Kassettenrekorder aufgenommen, das Gerede später fleißig mitgeschrieben und die Handlung dazu gebastelt.

Im Jahr 2005 habe ich mich schließlich an meinem ersten echten „Roman“ versucht. Fantasy sollte es werden, und (Achtung, Ironie 😉 ) man hat auch überhaupt nicht gemerkt, dass ich davor gefühlte tausend Mal „Der Herr der Ringe“ geschaut hatte. *lach* Herausgekommen ist dabei so ein dünnes Büchlein, dass ich selbst ausgedruckt, mit einem furchtbar dilettantischen Cover versehen und dann (kein bisschen) professionell zusammengetackert habe. Ganz furchtbar war das. Ich hab das Heftchen immer noch, mag aber lieber gar nicht mehr reinschauen. *lach*

Danach habe ich das Schreiben erst mal aufgegeben, sollte aber später wieder dorthin zurückfinden.

Hast Du ein Vorbild? Wenn ja, wer und warum?
Eines? Nein. Aber mehrere, und zwar in Gestalt meiner Lieblingsautoren. Das sind zum einen schon seit über zwanzig Jahren (Himmel, jetzt fühle ich mich alt *lach*) Stephen King und Wolfgang Hohlbein. Zum anderen sind jüngst dazugekommen: A. Lee Martinez, Anthony Ryan, Bernd Perplies, Anja Berger und Peter V. Brett. Jeder von ihnen erzählt auf seine Weise wunderbare (bzw. in Mr. Kings Fall gruselige) Geschichten und erschafft großartige Welten. Also versuche ich, während des Lesens von der jeweiligen Schreibkunst zu lernen, damit ich meinen Stil immer noch ein bisschen mehr verfeinern kann.

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Wie ist die Idee zur Orcumorra-Reihe entstanden? Gibt es ein zentrales Ereignis oder Erlebnis?
Daran ist mein Mann Schuld. Wir beide sind von der ziemlich albernen Sorte, und als wir eines Morgens beim Frühstück (wie so oft *lach*) mengenweise Blödsinn erzählt haben, erfand er einen Namen, der mir so gut gefiel, dass ich den unbedingt irgendwo verwenden musste. Ein bisschen kam es mir vor, als wäre eine Flasche entkorkt worden. Ich wusste quasi sofort, wie der dazugehörige Charakter aussehen soll, was für ein Naturell er hat, in welche Welt er gehört und wie dort seine Aufgabe aussieht bzw. aussehen wird. Ein paar Tage später setzte ich mich hin und schrieb den Prolog (in dem entsprechender Charakter lustigerweise mit keiner Silbe erwähnt wird 😉 ). Ab diesem Augenblick entwickelte sich der erste Orcumorra-Band nahezu von selbst. Die gesamte Geschichte lief einem Film gleich vor meinem geistigen Auge ab. Ich musste bloß zusehen und alles aufzeichnen.

Übrigens handelt es sich bei dem am Frühstückstisch erfundenen Protagonisten um den guten Haeverflox. Wer eines Tages vielleicht mal in eines der Orcumorra-Bücher schaut, wird dem alten Knaben dort des Öfteren über den Weg laufen. 😉

15055755_1885881941645337_1650640454495932809_nWelcher Deiner eigenen Buchcharaktere war richtig anstrengend und warum?
Wirklich anstrengend war bisher noch keiner. Allerdings haben viele von denen dieselbe Macke: Da denkt man sich für den Fortgang der Story etwas Schönes aus, aber was machen die? Einfach irgendwas ganz anderes! Ich bin mir sicher, dass das pure Absicht von denen ist. Die wollen mich bloß ärgern, diese verfluchten Schlingel! Vor allem bringen die sich dabei nicht selten in Schwierigkeiten, und dann wird plötzlich nach mir geschrien. Zum „aus der Patsche holen“ bin ich nämlich wieder gut genug. Tja, dummerweise klappt das nur nicht jedes Mal … (man stelle sich hier ein fieses Grinsen vor 😉 ).

Gibt es einen Charakter in dem Du Dich wiederfindest? Wer ist es?
Ja, den gibt es. Figoh heißt er. Er ist nicht gerade der Mutigste meiner Charaktere, wenn es darauf ankommt, können sich die anderen aber immer auf ihn verlassen. Außerdem ist er ein großer Tollpatsch. Oftmals gelingen ihm seine Vorhaben erst nach mehreren Anläufen, was ihn aber nicht davon abhält, es stets aufs Neue zu versuchen.

14021695_1840840306149501_5910408219110442607_nIn welcher Buchwelt würdest Du am liebsten leben und warum?
Mein Ziel wäre Rokhanos, ein Land aus meinem aktuellen Projekt. Dort würde ich mich wirklich pudelwohl fühlen. Jedenfalls, wenn ich zu einer Zeit dorthin kann, die weit vor der Story liegt, an der ich gerade schreibe. Aktuell ist es da nämlich weit weniger gemütlich. Warum gerade dieses Land? Weil die Gegenden dort von Irland inspiriert sind (ich liebe Irland, obwohl ich noch nie da war – was sich hoffentlich in naher Zukunft ändert). Neben diversen Städten und Dörfern finden sich in Rokhanos weite, saftig grüne Ebenen. Sanft geschwungene Hügellandschaften, Berge, üppige Wälder und kristallklare Seen. Eine herrliche Küstengegend, hohe Steilklippen, die direkt im Meer enden, Wildpferde und … ich höre jetzt besser auf, sonst sprengt das den Rahmen. *lach* Ach ja, nicht zu vergessen: Dort gibt es einiges an Magie. Tja, wer weiß, vielleicht hätte ich ja Talent? 😉

Wenn Dein Leben einen Filmtitel hätte, wie würde er lauten?
Der Zwerg und die wunderbare Welt des Wahnsinns.

Wenn du eine Zeitreise machen könntest… Wohin geht’s? Warum?
Spontan würde ich mir das Mittelalter anschauen wollen. Ich wüsste gerne, wie die Landschaften, die Menschen und deren Leben damals wirklich ausgesehen haben. Außerdem könnte ich dort bestimmt ein paar wirklich tolle Anregungen für neue Bücher auftreiben – vorausgesetzt natürlich, die Zeitreise hat auch einen Rückflug. 😉

Hast du ein Lieblingszitat oder -motto?
Als hoffnungsloser Optimist, der ich bin, lautet mein Motto, dass selbst auf den finstersten Tag stets wieder Sonnenschein folgt.

Vielen lieben Dank Tanja Hammer für deine Zeit und deine Offenheit bei diesem Interview! ❤
Durch dieses Interview mit Dir bin ich nun noch viel neugieriger auf deine Bücher geworden! 😀
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und aktuellen Projekten und stets eine kreative Eingebung. 🙂

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