Buchparty zur LBM: Wer, wie, was, wo, warum? – Die Nixe fragt Ela Feyh (Tandeminterview mit Gabriela Swoboda)

 

Die Nixe fragt.. Ela Feyh

Hallo meine lieben Büchermeerfreunde!

Heute habe ich was ganz Neues für euch! In der Kategorie „Wer, wie, was, wo, warum? – Die Nixe fragt nach“ werde ich von jetzt an Interviews veröffentlichen. Das können ganz verschiedene Interviews z. B. mit Autoren, Bloggern oder Verlegern.

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Gabriela Swoboda

Im Rahmen der Buchparty zur LBM beginne ich mit einem besonderen Interview. Die Autorin Gabriela Swoboda und ich haben zusammen die Autorin Ela Feyh befragt – ein Tandeminterview also. 😉 Was fragt eine Autorin eine andere Autorin? Tja, das könnt ihr hier nun herausfinden! Viel Spaß! 😀

Die Nixe fragt: Was war Dein tollstes „buchiges“ Erlebnis? Erzähl mal. 😉
Ohh, da gab es schon einige Ein anderes tolles Erlebnis hatte ich vor Kurzem, als wir Besuch von einer Hebamme hatten und sie uns ein wenig von ihrer Stillzeit erzählte. Damals hatte sie mit Wonne (wirklich ihre Worte^^) die Twilight-Reihe verschlungen. Darauf meinte ich, ich würde in so einer Zeit vielleicht endlich mal dazu kommen, meine Bücher in Ruhe zu lesen. Sie war sofort neugierig und hat in sie hineingelesen, sich eines mitgenommen und möchte es, wenn es ihr gefällt, weiterempfehlen. (Und so eine Hebamme kommt ganz schön rum 😉 – Die Stillzeit muss eine geniale Lesezeit sein.)

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Ela Feyh bei meiner Garagenlesung

Gabriela Swoboda fragt: Jetzt sei mal ganz ehrlich. Hat dir einer deiner Protagonisten schon mal den Kopf verdreht? (Soviel ich gelesen habe, gibt es ja den einen oder anderen heißen Kerl) 🙂
Also … ähh … ^^ Wenn ich gaaaaaanz ehrlich sein soll … Aaron hat das manchmal geschafft 😛 Er hat einfach so eine süße Art ^_^

Die Nixe fragt: Welcher Deiner eigenen Buchcharaktere war richtig anstrengend und warum?
Enerem (aus dem Sylnen-Epos)! Keine Frage! Dieser Kater hat mich manchmal an den Rand des Wahnsinns getrieben. Seine Art ist wirklich anstrengend und es war für mich äußerst schwierig, auf dem schmalen Grad von „Ignoranz“ und „Überheblichkeit“ zu wandeln. Er ist eben kein Mensch oder ein uns bekanntes Wesen und das hat es mir sehr schwer gemacht, ihn authentisch, aber nicht zu „nervig“ darzustellen.

Gabriela Swoboda fragt: Ich habe dein Buch „Seelenaura“ gelesen und war angenehm überrascht, dass in der Geschichte die ganzen Wesen miteinander eigentlich sehr gut miteinander auskommen, d.h. du hast hier keine gängigen Klischees verfolgt. Wie kamst du eigentlich auf diese Idee?
Es gibt einfach zu viele Klischees und mein Anliegen ist es, einmal etwas neues zu schaffen – oder es zumindest zu versuchen. Dieser ewige Krieg zwischen den einzelnen Gattungen führt doch zu nichts … Und es wäre hinderlich für die Gemeinschaft der Nephylen, wenn sie nicht zusammenhielten. Denn immerhin machen ihnen die Menschen ja häufig sehr zu schaffen 😉

Die Nixe fragt: Gibt es in einem deiner Bücher einen Charakter in dem Du Dich wiederfindest? Wer ist es?
Hmm … jeder Autor gibt einen kleinen Teil von sich in jeden Charakter. Ob er will oder nicht. Lucy (aus der Nephylen-Reihe) zum Beispiel ist meine wissenschaftliche Neugier und auch mein Starrsinn zu eigen. Lina (aus dem Sylnen-Epos) mein Entdecker-Drang. Am ehesten spiegelt aber wahrscheinlich Fiona (auch Nephylen-Reihe) mein „Ich“ wieder. Sie ist eine bodenständige Hexe, die sich nicht so leicht von ihrem Weg abbringen lässt und gerne mal temperamentvoll reagiert, wenn ihr etwas nicht in den Kram passt 😉

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Gabriela Swoboda fragt: Nachdem ich ein Foto von dir gesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass du ein sehr naturverbundener Mensch bist. Ich habe mich gefragt, ob du dich vielleicht einer bestimmten Traditionsgruppe zugehörig fühlst (moderne Hexen, Neo-Druidentum, etc.)?
Da gebe ich dir vollkommen recht =). Ich bezeichne mich selbst ja als „Schreibverrückte Kräuterhexe“. Einer Traditionsgruppe gehöre ich bislang nicht an, aber wenn würde ich mich den „modernen Hexen“ zuordnen. Wie sie liebe und respektiere ich die Natur und die feinen Verflechtungen zwischen allem Organischen und Anorganischen.
Und wer mich einmal besuchen kommt, betritt einen kleinen Dschungel und wird mit verschiedensten Tees und Selbstgemachtem verwöhnt 😉

Die Nixe fragt: In welcher Buchwelt würdest Du am liebsten leben und warum?
Crailsmur aus Sylnen!! ❤ ❤ Mein Gott, ich liebe diese Welt einfach! Es war die erste, die ich erfunden habe und von der ich wirklich regelmäßig träume *seufz*. Die Farben, Gerüche, die Wesen, die Verbundenheit … ich kann gar nicht sagen, was ich mehr liebe oder was nicht. (Ja, ich gestehe – ich bin ein absoluter Träumer ^_^)

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Gabriela Swoboda fragt: Nach welchem Schema schreibst du deine Bücher? Hältst du dich genau an einen Plot (machst du so etwas überhaupt) oder schreibst du frei nach Eingebung?
Jaaaa … also Sylnen entsteht hauptsächlich beim Schreiben und aus Träumen. Einen wirklichen Plot habe ich da überhaupt nicht. Ich habe es einmal versucht, aber das hat mich zu sehr am Schreiben gehindert.
Bei der Nephylen-Reihe gibt es „Stationen“, zu denen die Charaktere gehen sollen. Wie sie dahin kommen, weiß ich aber selber erst, wenn ich es schreibe. Also ist die Reihe eine Mischung aus beidem, wobei das „freie“ Schreiben bei Weitem überwiegt.
Das erste Buch, dass ich tatsächlich ein wenig geplottet habe (und bei dem das auch funktionierte) war Planetenspringer. Es ist noch nicht erschienen, aber daran arbeite ich 😉

Die Nixe fragt: Erzähl uns was zu Deinen ersten Schreibversuchen.
Da brauche ich fast nichts zu erzählen, das kann ich euch sogar zeigen ^_^ Ich lade gerne meine allererste Geschichte hoch. Also die erste, die man auch zeigen kann. Die davor handelte von einem Kraken, der Schiffe angegriffen hat, auf denen Nahrungsmittel zu einer Insel geschifft wurden, und die so kurz vor dem Hungertod waren. Der Kraken konnte gefangen werden und alles war wieder in Ordnung 😉 Aber der Schreibstil ist wirklich unter aller Sau – das möchte ich niemandem antun.
Die erste „richtige“ (auch sprachlich deutlich bessere Geschichte, obwohl ich sie nur ein halbes Jahr später geschrieben habe (4 Klasse oder so …)) handelt von einem Drachen, der … aber lest am besten selbst 😉

Die Nixe hat mal recherchiert… hier findet ihr die Geschichte von dem Drachen mit den zwei Herzen. 🙂

Gabriela Swoboda fragt: Wenn du das Wort „Ende“ schreibst, was empfindest du? Erleichterung, Aufregung, Zweifel, Freude, oder alles zusammen?
Wie gut, dass ich dies bisher nur einmal geschrieben habe – mit dem Vermerk, dass es weitergeht 😛 Bisher habe ich ja keine abgeschlossenen Geschichten^^ Und dennoch ist jedes Beenden eines Buches immer wie ein kleiner (manchmal auch sehr trauriger) Abschied, da ich mich für unbestimmte Zeit nicht weiter mit der Geschichte befasse. Aufregung, Zweifel und Ängste kommen dann eher vor der Veröffentlichung.

Die NiBild-zu-Entstehung-Sylnenxe fragt: Was ist für Dich am schwierigsten im Prozess der Veröffentlichung eines Buches? Und was macht diese Schwierigkeit aus? (KT, Schreiben, der Anfang, das Ende, Cover, Titel, etc.)
Uff … da gibt es sogar einige Prozesse, mit denen ich regelmäßig zu kämpfen habe 😉
Der größte ist wohl mein Schweinehund zu überwinden, um mit dem Cover oder einer grafischen Arbeit zu beginnen. Ich weiß wirklich nicht warum, aber das fällt mir meist echt schwer. Aber wenn ich einmal dabei bin, dann läuft es meist wirklich gut.
Das Schreiben, Überarbeiten und Korrigieren macht mir nicht besonders viel aus, aber alles, was danach kommt, birgt für mich einige Hürden. Die Titelwahl und das Finden des Klappentextes dauern tatsächlich am längsten. Ich brauche unzählige Entwürfe, ehe ich auch nur annähernd in die Nähe dessen komme, was zum Schluss auf dem Buch erscheint. Mein Hang zum Perfektionismus steht mir da wohl immer im Weg …

Gabriela Swoboda fragt: Hast du schon mal negative Kritik bekommen (kann ich ja kaum glauben), und wenn ja, wie gehst du damit um – öffentlich, aber auch ganz privat. Ich weiß, diese Frage ist irgendwie unangenehm, aber ich will es trotzdem wissen. 🙂
Jap – habe ich. Das bleibt wohl keinem Autoren erspart. Aber die Kritik war immer sehr sachlich gehalten und nie persönlich, weshalb ich damit gut umgehen kann. Es kann ja nicht jeder, jedes Buch mögen 😉
Natürlich war der erste Moment, wo man eine 1- oder 2-Sterne Rezension liest, nicht schön. Aber wie gesagt, ich mag ja auch nicht alle Werke eines Autoren.
Und solange es noch Leser gibt, denen ich eine Freude mit meinen Geschichten mache, bin ich überglücklich 😀

Vielen lieben Dank Ela Feyh für deine Zeit und deine Offenheit bei diesem Interview! ❤
Und auch dankeschön liebe Gabriela, dass du das Interview mit mir zusammen gemacht hast! Es ist echt spannend, auch mal Fragen aus einer ganz anderen Perspektive dabei zu haben. 🙂 ❤
Ich wünsche euch beiden weiterhin viel Erfolg mit euren Büchern und aktuellen Projekten und stets eine Muse, die euch begleitet. 🙂

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