NixenStories: Meine Zeit mit Weber B Fraktur (Teil 1)

NixenStories

Hallo ihr Lieben! 🙂

Eigentlich ist dies ja ein Buchblog. Doch heute (Tag 55 nach der Diagnose) ist da dieses Bedürfnis, meine Erfahrungen mit meiner Weber B Fraktur nieder zuschreiben und zu teilen. Ich will sie teilen, weil es, so wie ich die Verletzung nun kenne, viele Menschen gibt, die ähnlich wie ich, auf der Suche nach Erfahrungen mit dieser Verletzung sind und grade euch möchte ich weiterhelfen und Mut machen!

Deshalb erzähle ich euch meine Geschichte… Dabei findet ihr auch einige Tipps und hilfreiche Links, die ich euch mitgeben will. Wenn ihr Fragen habt, schreibt sie mir einfach in die Kommentare. 🙂

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Gipsschiene
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Vacoped-Stiefel

Unfall und Diagnose
Ende Januar ist mir beim Schlitten fahren ein kleiner Unfall passiert. Ich habe gebremst und bin auf Widerstand gestoßen. Ein plötzlicher Schmerz schoss durch den Fuß ins Bein. Krankenhaus, Notaufnahme, Röntgen, Diagnose Weber B Fraktur (Sprunggelenk gebrochen, bei mir Bruch des Wadenbeins). Da dieser Bruch leicht verschoben war musste operiert werden. Für mich ein totaler Schock. Als Leistungssportlerin bricht eine Welt zusammen.
Ich bekam zunächst eine Gipsschiene (einen Tag später einen Vacoped-Stiefel), musste von da an Thrombosespritzen bekommen und wurde mit Krücken nach Hause geschickt.

Phase 1: Hochlagern, Kühlen und Vorbereitung der OP
Mein Fuß war nämlich stark geschwollen und ich musste hochlagern und kühlen. Vom Krankenhaus bekam ich Schmerzmittel und Magenschoner für die erste Nacht mit. Nach der ersten Nacht, der Gipskontrolle und dem Wechsel zum Stiefel am nächsten Tag ging es zum weiterbehandelnden Chirurgen. Dort bekam ich meine AU-Bescheinigung und Rezepte für die genannten Medikamente sowie die Thrombosespritzen.

Alltagstipps für zu Hause (vor und nach der OP):
20170210_2033391. Umhängetasche oder Rucksack nutzen, um Dinge zu transportieren. Denn wer keine Hand frei hat, kann auch nichts von A nach B tragen. 😉
2. Tupperdosen, Brotdosen und verschließbare Flaschen sowie Thermoskannen helfen beim Transport von Essen und Getränken. Denn einfach mal einen Teller Nudeln tragen geht ebenfalls nicht mehr. 😛
3. Thrombosespritzen: Bewusst entspannen! Oder Bauch einziehen. Und schnell spritzen, langsam ist schmerzhaft! Hat etwas gedauert, bis ich herausgefunden habe, dass entspannen hilft. 😉 Ich wurde von meiner Mutter in den Bauch gespritzt. Da ich selber Angst vor Spritzen habe.

Die OP wurde dann doch ein paar Tage vorgezogen und am 5. Tag nach der Diagnose durchgeführt. Vorher der Patientenfragebogen und die Information waren beängstigend (vor allem wenn man noch nie so eine OP hatte), aber umso umsichtiger man alles ausfüllt und je mehr Fragen man stellt, desto besser vorbereitet ist alles auch.

Phase 2: Die OP und der Krankenhausaufenthalt
Von der OP habe ich absolut nichts mitbekommen, da ich mich für Vollnarkose entschieden habe. Mit den Anästhesisten habe ich noch rumgescherzt und dann war ich weg. Ehrlich gesagt erinnere ich mich an diesen Tag nur mit Lücken. Ich war schon recht schnell wieder wach und gesprächig. Konnte nur auf Entfernung (aus dem Fenster) nicht klar sehen und die Streifen auf der Bettdecke haben sich bewegt. 😀 😉
Zu Mittag wurde mir bereits Essen vor die Nase gestellt. Bei den plötzlichen Schweißausbrüchen und dem Übelkeitsgefühl, wurde es aber ganz schnell wieder beiseite gestellt. Ich hab dann nur einen Joghurt verdrückt. Und später wurde mir auch gesagt, ich hätte noch gar nichts essen dürfen!

Mein Arzt kam etwas später vorbei und sagte, dass alles gut gelaufen sei. Es sei jedoch eine Stellschraube notwendig gewesen, da die Syndesmose (das Band, das Wadenbein und Schienbein zusammenhält) angerissen und locker sei. Das heißt: 6 Wochen nicht belasten! Na zum Glück war ich zu der Zeit nicht allein, denn ich kann mich nicht mehr an das ganze Gespräch erinnern. Familienbesuch kann da also von Vorteil sein. 😉
Mein Krankenhausaufenthalt dauerte 5 Tage bzw am 5. wurde ich entlassen. Im Gegensatz zu manchem, was ich vorher gelesen hatte, bin ich recht schmerzfrei durch diese Zeit gekommen. Am Tag der OP und am 1. Tag danach verspürte ich nur einen Brennen am Fuß – wahrscheinlich die Bänder. Die Schmerzen waren aber nicht so stark, dass ich ein stärkeres Schmerzmittel benötigt hätte und auch in der 1. Nacht brauchte ich keine zusätzliche Tablette.

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Bücherpost
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Lektüre

Der restliche Krankenhausaufenthalt war relativ entspannt. Meine Eltern und mein Freund haben mich täglich besucht. Und ich kam schnell auf die Idee, meinem Freund vorzuschlagen, ein kleines Spiel mitzubringen. Denn im Krankenhaus macht man ja nicht viel außer schlafen, essen und lesen. 😉
Eine tolle Überraschung war der Besuch meines besten Freundes und seines Bruders am Sonntag (2. Tag nach der OP). Wir haben einen Spielenachmittag gemacht, das war wirklich toll! 😀

Wahrscheinlich hätte ich bereits montags nach Hause gekonnt, da wurde endlich die Drainage gezogen. Allerdings kam der Physiotherapeut leider nicht – Kommunikation lief da nicht immer top – und ich durfte erst nach Hause, wenn ich alleine mit Krücken laufen kann. Also ging es erst Dienstag heimwärts…

Und wie es dann weiterging erfahrt ihr im nächsten Teil. 🙂

NixenStories: Meine Zeit mit Weber B Fraktur (Teil 2)

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6 Gedanken zu “NixenStories: Meine Zeit mit Weber B Fraktur (Teil 1)

  1. Meine Weber B Fraktur ist inzwischen 18 Jahre her. Ich bin auf dem Weg von der Arbeit nach Hause mit dem Roller gestürzt. Und bin direkt in der Nacht noch operiert worden. Schiene, Gips oder ähnliches hat mein Fuß nicht gesehen. Nach der OP habe ich circa 5 Tage gelegen ohne Belastung und dann fing das Gehen an Krücken an. Dabei durfte ich den Fuß zwar aufsetzen aber nicht belasten.
    Sechs lange Wochen bin ich an Krücken gegangen. Zu der Zeit wohnte ich alleine. Da wird man sehr erfinderisch, wie man das Essen vom Herd zu einem Tisch bekommt und wieder zurück. Ich kann dir heute nicht mehr sagen wie ich das geschafft habe. Aber irgendwie hat das ganz gut geklappt. Mit 18 habe ich mir allerdings auch nicht so viele Gedanken gemacht.
    Ein Jahr später kam dann das Metall wieder raus. Zurückgeblieben ist außer einer fast nicht mehr sichtbaren Narbe nichts.
    LG Kerstin

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    1. Liebe Kerstin,
      danke erstmal, dass du deine Erfahrung auch teilst! 🙂 ❤ Es klingt so, als sei damals alles gut gegangen… das freut mich! 🙂
      Bei mir verläuft bisher alles ähnlich. 😉 Also gut. Meine Stellschraube kam letzten Dienstag raus (ich werde darüber auch noch berichten ;)) und ich darf wieder laufen lernen. 🙂
      Ich muss nochmal fragen, weil mich das wirklich sehr interessiert… Du merkst auch heute nichts mehr von der Verletzung damals? Also kannst wieder tanzen, laufen und springen ohne dass etwas komisch oder schmerzhaft ist? Schwillt dein Fuß noch an?
      Liebe Grüße
      Sabrina

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      1. Der Knöchel ist seit dem unwesentlich dicker als der andere. Aber damit kann ich ganz gut leben. Solange wie das Metall drin war konnte ich nicht im Schneidersitz sitzen weil ich immer das Gefühl hatte die Schraube würde gegen die Haut schaben. Und die Beweglichkeit kam auch erst nach Entfernung der Platte und Schrauben wieder.
        Ich bin grad fast 5 km joggen gewesen. Ich glaub das spricht schon für sich.
        Der Arzt von der Berufsgrnossenschaft hat zu mit beim Abschlusdgedpräch 2000 gesagt: Würde ich die Narbe nicht sehen könnte ich nicht mehr sagen dass da was war, denn die Knochen sind ganz sauber wieder zusammen gewachsen.
        Also etwas geduld haben. Ein Jahr da nach wird alles wieder gut 😉

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      2. Klingt super! Danke für deine Offenheit! 😃💖
        So mit angewinkelten Bein sitzen kann ich sogar schon.. also so Schneidersitz ähnlich. Hab nur noch nicht versucht den Fuß auf das andere Bein zu legen. 😉
        Klingt jedenfalls echt positiv, was du berichtest! 😃 Denn genau über dieses DANACH, also das Laufen lernen usw. darüber findet man absolut nichts im Internet an Erfahrungsberichten… Das möchte ich ändern.. 😃 Danke dir! 💖

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  2. Ich muss ja sagen,dass ich bis jetzt Glück hatte und noch nie im Krankenhaus war, außer zu den Geburten meiner Kinder, und ich stelle mir das schon sehr schwierig vor im Alltag. Da sieht man sicher ganz schnell wie selbstverständlich wir alles ansehen und wie umständlich und anstrengend es im Krankheitsfall wird. Ich wünsche dir alles Gute, LG Karin

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    1. Da hast du vollkommen Recht! Für mich wird normal gehen, tanzen, rennen, springen und schwimmen nie wieder selbstverständlich sein… Also ich werde das alles wieder können. Aber ich werde es nie wieder für selbstverständlich halten, dass ich es kann. So ein Bruch kann schon durch umknicken passieren.. das geht schneller als man denkt! 😐
      Mit Krücken ist schon doof. Auch wenn es „nur“ ein Bänderriss wäre. Aber man entwickelt für alles sehr schnell Lösungen! Der Mensch kann da sehr erfinderisch werden. 😀😊
      Dankeschön! 😊 LG Sabrina

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