Die Büchernixe verhört Ann-Kathrin Karschnick und Felix Münter – Tag 5 der Blogtour des Papierverzierer Verlags

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Buchstabenschwund im Papierverzierer Verlag

Wie ihr der Pressemitteilung des Papierverzierer Verlages bereits entnehmen konntet, wurden dort die Buchstaben geklaut. Allen Büchern ist nur noch ihr Cover geblieben. Dies betrifft sogar die E-Books! 😱
Die Ermittlungen der BUI liefen in den letzten Tagen auf Hochtouren! Den gestrigen Bericht findet ihr bei Susanne von Sannes Bookcatalogue und wenn ihr nach ganz unten scrollt findet ihr auch alle anderen Berichte der Verhöre. 🙂 Als eine von fünf ausgewählten Bloggerermittlerinnen habe ich mich ebenfalls am Tatort umgesehen… 🐾🔍
Dabei fiel mir ein merkwürdiges Notizbuch in die Hände. Ein grünes Stoffstück und etwas Asche – vermutlich von einer Zigarre – fielen heraus. Ich schlug es auf und studierte es genauer. Nach einer kurzen Befragung der Verlegerin stand fest, der Inhalt weist eindeutig auf Felix Münter und Ann-Kathrin Karschnick hin. Die Verlegerin zeigte sich kooperationsbereit und rief beide unter einem Vorwand in den Verlag, wo ich sie sofort verhörte.

Die Büchernixe: Guten Tag Frau Karschnick und Herr Münter! Setzen Sie sich bitte. Haben Sie eine Ahnung, warum Sie heute hierher gebeten wurden?

Felix Münter: Das wollte ich Sie als erstes Fragen! Hat es mit diesen ungeheuerlichen Verdächtigungen zu tun? Diesem Buchstabenschwund? Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass mein Name im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit genannt wird! Ich schreibe Bücher – mir würde niemals einfallen, Buchstaben zu klauen. Wissen Sie, ich bringe die Dinger auf Papier, ordne sie zu Worten und Geschichten! Aber Buchstaben klauen? Niemals! Alle Bücher, die ich bisher geschrieben habe, sind mit meinen eigenen Buchstaben entstanden – jawohl!

Die Büchernixe: Und Sie Frau Karschnick? Was denken Sie?

Ann-Kathrin Karschnick: Tja, um ehrlich zu sein, vermute ich, dass ich aufgrund des Buchstabendiebstahls hergerufen wurde. Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum ich verdächtigt werde. Klar, ich habe ein Neugeborenes zu Hause, das alle Buchstaben von mir verschlingt und nicht genug von den Geschichten bekommen kann, die ich ihr vorlese. Aber das ist noch lange kein Grund mich zu verdächtigen.

Notiz: FM wirkt aufgebracht – verdächtig! AK bleibt ruhig.

Die Büchernixe: Hm. Okay…Wo waren Sie denn in der Silvesternacht? Und was haben Sie dort gemacht?

Felix Münter: Es war ein gelungener Jahreswechsel mit großartigem Essen, ordentlichen Zigarren, guter Laune und Musik. Ich war im Schwarzen Schaf und habe eine ganze Menge Zeugen, die bestätigen können, dass ich den Jahreswechsel damit beschäftigt war, zu feiern. Was? Sie kennen das Schwarze Schaf nicht? Da haben Sie aber was verpasst! Die Kneipe liegt auf dem Unterdeck, geführt von einem Wirt aus Thumbria. Ein wirklich herzlicher Ort, an dem sich niemand verstellen muss und jeder so feiern kann, wie er will. Meistens mit rauen Mengen Alkohol und Musik, die das Knie automatisch zum Wippen bringt. Jedenfalls können die Leute dort bezeugen, dass ich den ganzen Abend und bis in den frühen Morgen dort war.

Notiz: Den Wirt vom Schwarzen Schaf fragen – Alibi?

Die Büchernixe: Vielen Dank für Ihre Auskunft! Frau Karschnick?

Ann-Kathrin Karschnick: Silvester? Mhm, mal überlegen. Es gab selbstgemachte Pizza, ein 5-stündiges Pokerspiel und gute Freunde. Ich muss wohl in einer Kneipe im Unterdeck gewesen sein. Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern in welcher genau. Vielleicht war es der Leuchtturm? Oder doch im Segelnden Anker? Auf jeden Fall habe ich den Pott gewonnen, dürften also einige sein, die den Verlust ihres Geldes bestätigen können.

Die Büchernixe: Okay.. Glückwunsch zum Gewinn! Dann hätte ich da noch eine andere Frage…
Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie beide an einem Geheimprojekt arbeiten… Meine Recherchen ergaben, dass Sie den gesamten NaNoWriMo dafür genutzt und gemeinsam über 100.000 Worte geschrieben haben. Woher hatten Sie die Buchstaben dazu?

Ann-Kathrin Karschnick: Die Buchstaben sind wie Pokemon zu mir gekommen. Ich habe einfach eine Rauchbombe gestartet und sie kamen regelmäßig  zu mir. Manchmal tauschte ich auch Buchstaben mit Felix aus, damit die Ideen gewürdigt werden konnten. Lustigerweise hatten wir ständig dieselben Ideen, die wir weiterentwickelten.
Ich musste nur aufpassen, dass mein Räuberkind nicht dazwischenfunkte. Immerhin sollten die Buchstaben auf die Seiten wandern und nicht in ihre Ohren.

Felix Münter: Es war wie von Zauberhand. Wir hatten ein paar Stichpunkte, skizzierten einige kurze Eckpunkte – und dann war es so als wären wir auf Öl gestoßen. Hin und wieder tauschten wir uns aus, aber mehr war gar nicht notwendig. Ich hab keine Ahnung, wie es uns genau gelungen ist, aber die Buchstaben kamen einfach so aus heiterem Himmel, manchmal in solchen Mengen, dass ich Probleme hatte, sie alle unterzubringen.

Notiz: Wie Pokemon und von Zauberhand?? Sehr verdächtig!!

Die Büchernixe: Interessant… Die Veröffentlichung Ihres gemeinsamen Projektes ist bekanntlich zur Leipziger Buchmesse geplant. Gab es zum Ende hin noch Schwierigkeiten, weshalb Sie möglicherweise weitere Buchstaben und Worte für Ihre Geschichte brauchten?

Ann-Kathrin Karschnick: Auf keinen Fall! Wir haben eine außergewöhnliche Zusammenarbeit erlebt. Weder habe ich Felix gesehen, dem Buchstaben fehlten. Im Gegenteil. Jedes Mal, wenn wir telefonierten oder uns schrieben, berichtete er von seinem Teil der Geschichte und ich war begeistert, wie er es schaffte, die Buchstaben dafür zu finden. Besonders in der zweiten Hälfte des Schreibens. Da mussten wir nämlich täglich ein Kapitel schreiben. Also einen Tag er, während ich frei hatte. Und am nächsten Tag kam ich dran, nachdem ich sein Kapitel gelesen hatte. Eine besondere Zusammenarbeit, die mehr als spaßig und erfolgreich war.

Felix Münter: Für mich war es die erste Zusammenarbeit meiner Laufbahn. Und da geht man natürlich immer mit Vorbehalten dran. Kann das funktionieren? Passen unsere Stile und Ansichten überhaupt gut zusammen? Unser Verleger meinte, dass genau das zutraf und vernetzte uns. Und was soll ich sagen? Wir griffen wie Zahnräder ineinander. Für mich war das eine wirklich wunderbare Erfahrung, denn in fast allen Bereichen arbeiteten wir ähnlich und hatten einen vergleichbaren Output. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sowas geht, denn jeder ist ja doch sehr speziell, was seine Arbeitsweise angeht. Hier hat unser Verleger ein echtes Händchen bewiesen!

Notiz: Verdacht gemildert…

Die Büchernixe: Nun gut … Ohne länger drum herum zu reden, kommen wir dazu, weshalb Sie heute hier sind. In der Silvesternacht wurden im Papierverzierer Verlag die Buchstaben aus allen Büchern gestohlen. Am Tatort wurde ein Notizbuch gefunden, aus dem ein grünes Stoffstück und Zigarrenasche fiel, das mich auf Sie aufmerksam machte. Auf der ersten Seite steht außerdem der Titel „Trümmerwelten“, der laut der Verlegerin eindeutig auf Sie beide verweist. Können Sie mir erklären, wie dieses Notizbuch an den Tatort kommt?

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Felix Münter: Mein Notizbuch? Wissen Sie, man ist ja permanent in einem Planungsprozess, schaut, wann welche Idee bearbeitet und welches Manuskript veröffentlicht wird. Es ist ein stetiger Begleiter und ich will nicht leugnen, dass wir uns mitunter über das besprochen haben, was in 2017 so geplant ist. Trümmerwelten gehört auch dazu, aber das ist nicht das einzige Projekt für 2017. Sie haben schon reingeschaut? Dann wird aufgefallen sein, dass in diesem Jahr ganze zwölf Veröffentlichungen geplant sind. Eine davon ist Trümmerwelten, aber da sind noch weitere vier Titel, die beim Papierverzierer erscheinen sollen. So wird beispielsweise All about the money erscheinen, ein waschechter Thriller, in dem randvolle Geldkoffer eine Hauptrolle spielen; Archon, eine Geschichte aus der Science-Fiction, die die Frage anreißt, welche Aufgabe die Menschen eigentlich zwischen den Sternen haben; Prepper, eine Geschichte, die mich zurück in mein Ursprungsgenre, die Postapokalypse bringen wird und als letztes Troubleshooter, eine Geschichte mit Western-Hintergrund. Monsterjäger und Revolver könnte man glaube ich ganz gut zusammenfassen. Und das sind alles Projekte, die längst geschrieben sind – Sie müssen also gar nicht glauben, dass ich dafür irgendwelche Buchstaben klauen musste.

Die Büchernixe: Okay okay… Ich glaube Ihnen ja. In dem Notizbuch tauchten u. a. die Namen Charlie und Noemi immer wieder auf. Kennen Sie die beiden? Könnten sie etwas mit dieser Tat zu tun haben?

Ann-Kathrin Karschnick: Natürlich kennen wir die beiden, nicht wahr Felix? Ich kenne Noemi besonders. Sie ist eine Erledigerin. Wenn irgendwer ein Problem hat, räumt sie es aus dem Weg. Ja, sie balanciert am Rande der Gesetzlosigkeit, allerdings würde sie niemals etwas stehlen. Was sollte sie auch mit Buchstaben? Die bezahlen keine Rechnungen.

Felix Münter: Oh, ja! Wobei es bei mir anders ist. Ann-Kathrin hat mit Noemi zu tun, ich mit Charlie. Charlie Mooreland. Ein gutmütiger Kerl. Manchmal ein bisschen tapsig, erinnert an einen Bären zu Beginn des Winterschlafs. Aber er hat ein Herz aus Gold! Ihm geht es darum, die Geheimnisse der Welt zu entschlüsseln und ich glaube er hätte seine Freude an diesem Fall hier. Aber Buchstaben klauen? Er? Niemals!

Notiz: Protagonisten unverdächtig

Die Büchernixe: Wenn es diese beiden auch nicht sind… Wer könnte Ihrer Meinung nach denn für diese Tat verantwortlich sein? Kennen Sie jemanden, der dringend nach neuen Worten sucht, um die Weltbestsellerlisten zu stürmen? Was könnte man noch mit gestohlenen Buchstaben anfangen?

Ann-Kathrin Karschnick: Puh, keine Ahnung. Wer könnte denn Buchstaben gebrauchen? Da wir immer noch das Geheimnis der Alice Sparrow suchen, könnte die Dame vielleicht etwas damit zu tun haben. Ehrlich, haben Sie den Namen schon mal gehört? Seit Wochen versuche ich herauszufinden, wer sie war, aber ich finde einfach keinen Hinweis in den Archiven. Oder vielleicht war es auch dieses alte Raubein, das Charlie ständig begleitet. Gurney. Dem traue ich so etwas zu. Prügelt sich auch ständig und so. *wissend nickt*

Felix Münter: Aus sicherer Quelle weiß ich, dass Gurney überhaupt kein Bücherwurm ist. Solange man Buchstaben nicht trinken kann, hat er wohl kein Interesse daran. Aber Ann-Kathrin, ich erinnere mich an Trent. Sie müssen wissen, Trent ist der Begleiter von Noemi. Ein charismatischer Kerl, ein Organisator. Der hatte immer ein Notizbuch dabei, in das er unablässig Sachen eingetragen hat. Fragen Sie ihn doch einmal, vielleicht sind die Buchstaben dort gelandet!

Notiz: Wer ist Alice Sparrow? Trent befragen.

Die Büchernixe: Okay, dann vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Auskunftsfreudigkeit! Ich werde mich mit meinen Kollegen beraten, was die neuen Spuren angeht und wenn wir Sie nochmal brauchen sollten, melden wir uns.

Liebe Leser,
wenn ihr uns bei unseren Ermittlungen helft, dann könnt ihr sogar etwas gewinnen! Dazu müsst ihr nur eine Frage beantworten… Wie heißt das Werk (Geheimprojekt) in dem wir möglicherweise unseren Täter finden könnten?

Ihr könnt jeden Tag ein Los für das Gewinnspiel sammeln. Schaut dazu am besten einfach auch bei den anderen Ermittlern vorbei (Links findet ihr unten in der Tabelle).

Zu gewinnen gibt es folgendes:

1. Platz Rodinia und die Wächter
2. Platz Die ummauerte Stadt
3. Platz 666 und Abaddon (Ebooks)

Teilnahmebedingungen:
  • Ihr müsst 18 Jahre sein, um an dem Gewinnspiel teilnehmen zu dürfen. Unter 18 Jahren? Nur mit einer Einverständnisverklärung deiner Eltern.
  • Die Gewinne werden nicht bar ausbezahlt.
  • Es gilt immer nur eine Stimme pro Tag, solltet ihr unter einem anderen Namen teilnehmen, führt dies zum Ausschluss des Gewinnspiels.
  • Die Gewinne werden vom Papierverzierer Verlag direkt versendet.
  • Bis 26.01.17 23:59 habt ihr Zeit, an dem Gewinnspiel teilzunehmen
  • Nach der Bekanntgabe der Gewinner, habt ihr 7 Tage Zeit euch bei uns via Mail blogger@buechertraum.com zu melden und uns eure Adresse bzw E Mail mit Wunschformat zukommen zu lassen.
  • Außerdem willigt ihr ein, dass eure Adresse im Gewinnfall weitergeleitet wird und ihr als Gewinner öffentlich genannt werdet.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland und Österreich. Für den Postweg, wird keine Haftung übernommen.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Hier findet ihr all unsere bisherigen Ermittlungen… 🙂

16.01.2017 Meine Bücherwelt verhört Laurence Horn 17.01.2017 BücherTraum verhört Jan Reschke
18.01.2017 Sandys Welt verhört M. H. Steinmetz 19.01.2017 Sannes Bookcatalogue verhört Henning Mützlitz
20.01.2017 Die Büchernixe verhört Ann-Kathrin Karschnick und Felix Münter 20. – 23.01.2017 Auswertung der Befragungen in der BUI Zentrale
24.01.2017 Protokoll der Auswertung der Ermittlungen 25.01.2017 …
26.01.2017 erneutes Verhör von Verdächtigen 27.01.2017 Pressemitteilung und Gewinnerbekanntgabe

Zum Verlag geht es hier entlang…

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10 Gedanken zu “Die Büchernixe verhört Ann-Kathrin Karschnick und Felix Münter – Tag 5 der Blogtour des Papierverzierer Verlags

  1. Huhu,

    auch dieses Interview finde ich total spannend und unterhaltsam. Ich bin sehr gespannt, wer der Übeltäter ist. Bislang habe ich noch gar keinen Plan 🙂

    Das Werk, in dem der Täter zu finden sein könnte, heißt Trümmerwelten.

    LG
    Kata

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  2. Hallo ,

    vielen Dank für Dein interessanten Beitrag.
    Das Werk (Geheimprojekt) in dem man möglicherweise den Täter finden kann heißt Trümmerwelten .
    Ich wünsche Dir schönes Wochenende 🙂

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt (Stern44 )

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  3. Hallo und vielen Dank auch für diesen schönen Beitrag zur Blogtour! Zur heutigen Frage: Das Geheimprojekt heißt „Trümmerwelten: Das Geheimnis der Alice Sparrow“.

    Liebe Grüße
    Katja

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